Windows-11-Feature-Updates gezielt verzögern: Der pragmatische Leitfaden
Intune, Group Policy oder Windows Update for Business — alle drei Wege lassen ein Feature-Update um bis zu 365 Tage schieben. Was für welches KMU passt.
Jedes Windows-11-Feature-Update (einmal jährlich, 2026 wird 25H2) führt zu Anrufen im Helpdesk, die man planen kann — oder denen man zuvorkommt. Microsoft hat die Verzögerungs-Policies nicht gut sichtbar gemacht, sie existieren aber in jeder Edition ab Pro.
Variante 1 — Windows Update for Business (für KMU ohne Intune)
Group Policy öffnen: ‹Computerkonfiguration › Administrative Vorlagen › Windows-Komponenten › Windows Update › Verwalten von Updates, die von Windows Update angeboten werden›. Die Policy ‹Select when Preview Builds and Feature Updates are received› auf ‹General Availability Channel› setzen und den Wert ‹365› für die Verzögerung eintragen. Wirkt auf alle Geräte, die die GPO empfangen.
Variante 2 — Intune / Deployment Rings
In Intune unter ‹Geräte › Update-Ringe für Windows 10 und höher› einen Ring anlegen. Feature-Update-Zurückstellung auf 180 Tage für den Pilot-Ring, 365 Tage für Produktion. Optional: Expedited-Update-Profile für Security-Patches separat konfigurieren — die sollen kommen, während Feature-Updates warten. Tipp: Vor dem Rollout des nächsten Feature-Updates den Pilot-Ring manuell freigeben, nicht warten, bis der Timer abläuft.
Variante 3 — LTSC (für Geräte, die gar kein Feature-Update wollen)
Siehe dazu auch unseren Überblick zum LTSC-Comeback: der Kanal nimmt Feature-Updates ganz aus der Gleichung. Für typische Büro-Arbeitsplätze ist Variante 1 oder 2 der richtige Weg; LTSC ist die Speziallösung für Geräte mit fixer Aufgabe.