Azure 10. Sept. 2026 · 10. September 2026

Azure Copilot Troubleshooting Agent ist jetzt allgemein verfügbar

Microsoft hat den Azure Copilot Troubleshooting Agent von der Vorschau in die allgemeine Verfügbarkeit überführt. Er untersucht Probleme bei VMs und AKS-Clustern direkt im Portal und schlägt Lösungen vor.

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Gang in einem Rechenzentrum mit Serverreihen
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Was der Agent kann

Der Troubleshooting Agent nimmt eine Problembeschreibung in natürlicher Sprache entgegen, bezogen auf eine Ressource, eine Ressourcengruppe oder ein Abonnement. Er grenzt Ressource und Problemtyp ein, stellt bei Bedarf Rückfragen und führt anschliessend schreibgeschützte Diagnosen sowie, wo verfügbar, produktspezifische Diagnoseschritte aus. Findet er eine Ursache, empfiehlt er eine Lösung oder wendet sie in einigen Fällen direkt an. Bleibt die Ursache unklar, zeigt er passende Selbsthilfe-Inhalte. Lässt sich ein Problem so nicht lösen, erstellt der Agent auf Wunsch eine vorausgefüllte Support-Anfrage, damit der Microsoft-Support mit vollem Kontext übernehmen kann. Zur allgemeinen Verfügbarkeit gehören vertiefte Diagnosen für Azure Compute (virtuelle Maschinen, Skalierungsgruppen, Compute Fleet) sowie für Azure Kubernetes Service. Fälle wie unerwartete Neustarts, RDP- oder SSH-Verbindungsprobleme, hohe CPU-Auslastung, fehlgeschlagene Bereitstellungen oder CrashLoopBackOff-Zustände bei AKS-Workloads sind damit abgedeckt. Troubleshooting für Azure Local und Microsoft Entra bleibt vorerst in der Public Preview.

Wo er im Portal sitzt

Der Agent lässt sich auf zwei Wegen starten: über Azure Copilot, dort unter "Neuer Chat" die Option "Troubleshooting" wählen, oder direkt an einer Ressource über das Fragezeichen-Symbol und "Support + Troubleshooting", was eine geführte Sitzung startet. In beiden Fällen beschreibt man das Problem in eigenen Worten; ist die betroffene Ressource nicht bereits aus dem Kontext klar, fragt der Agent gezielt nach. Administratoren können den Zugriff auf den Troubleshooting Agent und andere Azure-Copilot-Agenten zentral aktivieren oder deaktivieren. Wer die Option in einem neuen Chat nicht sieht, sollte deshalb zuerst bei der eigenen IT-Administration nachfragen, statt einen technischen Fehler zu vermuten.

Grenzen

Eine automatische Behebung steht nicht für alle Problem- und Ressourcentypen zur Verfügung; in diesen Fällen bleibt es bei einer Anleitung oder einer Support-Anfrage. Die Diagnosetiefe hängt von verfügbaren Diagnosedaten und vordefinierten Prüfungen ab und variiert je nach Azure-Dienst, Ressourcentyp und Problemkategorie; produktspezifische Integrationen liefern laut Microsoft nur für bestimmte Szenarien zusätzliche Tiefe, der Umfang soll aber laufend wachsen. Der Agent arbeitet innerhalb der bestehenden Rollen- und Zugriffsrechte (RBAC) und ersetzt keine eigene Prüfung: Empfehlungen müssen vor der Umsetzung kontrolliert werden, die Entscheidung über jede Massnahme bleibt bei der Nutzerin oder dem Nutzer. Die Nutzung ist laut Microsoft ohne zusätzliche Kosten in Azure Copilot und Support + Troubleshooting enthalten, es gibt keine separate Lizenz oder Gebühr pro Abfrage; Kosten für die untersuchten Azure-Ressourcen selbst sowie bestehende Support-Pläne fallen wie gewohnt an beziehungsweise bleiben unverändert.

Was Schweizer KMU jetzt tun sollten

  • Den Agenten an typischen VM- oder AKS-Problemen (Neustarts, Verbindungsabbrüche, hohe Auslastung) in einer Testumgebung ausprobieren.
  • Prüfen, ob der Zugriff auf Azure-Copilot-Agenten im eigenen Mandanten bereits freigeschaltet ist, und dies bei Bedarf mit der IT-Administration klären.
  • Vorgeschlagene Massnahmen vor der Ausführung prüfen, besonders bei produktiven Ressourcen.
  • Für Azure Local und Microsoft Entra den Preview-Status im Hinterkopf behalten, da diese Bereiche noch nicht allgemein verfügbar sind.