Copilot 19. Sept. 2026 · 19. September 2026

Foundry-Agenten lassen sich jetzt direkt in Copilot und Teams veröffentlichen

Die Veröffentlichung von Microsoft-Foundry-Agenten in Microsoft 365 Copilot und Teams ist allgemein verfügbar. Firmen brauchen dafür keine separate Deployment-Pipeline mehr, Governance läuft über Microsoft Entra und Agent 365.

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Team in einer Videokonferenz im Sitzungszimmer
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Was jetzt möglich ist

Microsoft hat die Veröffentlichung von Foundry-Agenten in Microsoft 365 Copilot und Teams allgemein verfügbar gemacht (General Availability). Microsoft Foundry ist die Plattform, in der Firmen eigene KI-Agenten erstellen, testen und betreiben; ein Agent kombiniert dabei ein KI-Modell mit Anweisungen und optionalen Werkzeugen wie Websuche, Dateisuche oder eigenem Code. Bisher fehlte Foundry-Entwicklerteams laut Microsoft ein nativer Weg, einen fertigen Agenten in Microsoft 365 produktiv zu machen: nötig waren eine separate Deployment-Pipeline, eine eigene Bot-Registrierung und ein eigenes App-Manifest für jede Zieloberfläche. Mit der neuen Funktion lässt sich ein Agent direkt aus dem Foundry-Portal über den Publish-Dialog in Microsoft 365 Copilot und Teams veröffentlichen. Dort wird er für Mitarbeitende in den Oberflächen auffindbar, in denen sie ohnehin arbeiten, statt in einer separaten Anwendung, die zusätzlich eingeführt werden müsste.

Was sich beim Veröffentlichen technisch ändert

Laut der Anleitung im Microsoft-Learn-Portal übernimmt Foundry beim Veröffentlichen automatisch mehrere Schritte, die bisher manuell erledigt werden mussten: Es validiert die eingegebenen Angaben wie Name und Beschreibung, erstellt das Teams-App-Manifest als Paket, reicht es im Hintergrund bei den Agenten-Katalogen von Microsoft 365 Copilot und Teams ein und aktiviert das nötige Nachrichtenprotokoll zwischen Agent und Microsoft 365. Wer veröffentlicht, wählt zusätzlich eine Sichtbarkeit: "Nur ich" macht den Agenten sofort ohne Admin-Freigabe nur für die veröffentlichende Person sichtbar, "Personen in meiner Organisation" schickt den Agenten zur Prüfung an die IT und macht ihn nach Freigabe im Microsoft-365-Admin-Center für den ganzen Tenant auffindbar. Für die Veröffentlichung selbst braucht es weiterhin bestimmte Rollen, etwa Rechte zum Anlegen eines Azure-Bot-Service-Eintrags sowie die Foundry-User-Rolle auf Projektebene; neu ist, dass Foundry diese Schritte im Hintergrund bündelt, statt sie einzeln von Hand zu verlangen.

Governance und Admin-Kontrolle

Ein veröffentlichter Agent bleibt laut Microsoft über dieselben Microsoft-Entra- und Agent-365-Kontrollen verwaltet, die IT-Abteilungen auch für den Rest der Organisation einsetzen. Admins erhalten damit von Beginn an eine zentrale Sicht auf die eigene Agenten-Flotte, statt Agenten nachträglich in bestehende Verwaltungssysteme integrieren zu müssen. Microsoft betont ausdrücklich, dass die breitere Verteilung von Agenten nicht auf Kosten der Governance geht, sondern innerhalb derselben Kontrollen bleibt, die bereits im jeweiligen Tenant bestehen. Das dürfte für IT-Verantwortliche in Schweizer KMU der entscheidende Punkt sein, wenn Fachbereiche zunehmend eigene Agenten bauen und verteilen wollen.

Was Schweizer KMU jetzt tun sollten

  • Prüfen, ob im eigenen Microsoft-Foundry-Portal bereits Agenten existieren, die sich für Copilot oder Teams eignen, statt sie über separate Kanäle bereitzustellen.
  • Mit der IT klären, wie Agent-Governance über Microsoft Entra und Agent 365 im eigenen Tenant bereits konfiguriert ist, bevor Agenten breiter veröffentlicht werden.
  • Verantwortlichkeiten und Rollen festlegen, wer im Unternehmen Agenten mit der Sichtbarkeit "Personen in meiner Organisation" veröffentlichen und im Admin-Center freigeben darf.
  • Vor der breiten Veröffentlichung mit der Sichtbarkeit "Nur ich" testen, wie sich ein Agent in Teams und Copilot tatsächlich verhält.