Copilot 13. Sept. 2026 · 13. September 2026

Microsoft testet Grok-Modelle in Copilot, Schweiz zunächst aussen vor

Microsoft erweitert Copilot in Word, Excel und PowerPoint um Grok-Modelle von SpaceXAI. Admins schalten den Zugriff gezielt frei, die Preview läuft über das Frontier-Programm, für Firmen in der Schweiz als EFTA-Mitglied vorerst nicht verfügbar.

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Hände auf einer Tastatur in einem dunklen Büro
Pexels LicenseFoto: Sora Shimazaki / Pexels →

Was Microsoft ankündigt

Microsoft erweitert die Modellauswahl in Copilot um Grok-Modelle von SpaceXAI. Der Zugriff läuft über das Microsoft Frontier Programm, einen Early-Access-Bereich für neue KI-Funktionen in Microsoft 365, und rollt zunächst in Word, Excel und PowerPoint aus. Laut einer Fussnote im Blogbeitrag ist Grok die Modellfamilie von SpaceXAI, die in der kommenden Woche als Preview für berechtigte Frontier-Kundschaft mit Admin-Opt-in verfügbar wird. Microsoft spricht von einem gezielten, begrenzten Start, um Rückmeldungen zu sammeln und zu lernen, wie Kundschaft das Modell in typischen Produktivitäts-Szenarien nutzt. Das Unternehmen ordnet den Schritt in eine breitere Multi-Modell-Strategie ein: Kundschaft soll Zugriff auf führende KI-Modelle erhalten, ohne die gewohnte Copilot-Erfahrung zu verlassen. Vor der Freigabe durchlaufen die Modelle laut Microsoft Tests, Sicherheitsprüfungen und eine Responsible-AI-Bewertung.

Steuerung durch Admins und Subprocessor-Mechanik

Der Zugriff auf SpaceXAI-Modelle ist an eine eigene administrative Einstellung gebunden, die standardmässig deaktiviert ist. Organisationen, die die Modelle nutzen wollen, müssen diese Einstellung zuerst aktivieren. Damit behalten Admins laut Microsoft die Transparenz und Kontrolle darüber, welche Daten in den unterstützten Copilot-Umgebungen an SpaceXAI-Modelle gehen. Technisch läuft das über die Microsoft Online Services Subprocessor-Liste: Microsoft hat SpaceXAI dort als sogenannten AI-Subprocessor aufgenommen, einen Drittanbieter, der Kunden- oder Personendaten im Auftrag von Microsoft verarbeiten darf. Laut Microsofts eigener Dokumentation zu AI-Subprocessors sind solche Anbieter vertraglich an Microsofts Sicherheits-, Compliance- und Datenschutzstandards gebunden und dürfen Daten ausschliesslich für die beauftragte Funktion nutzen; ein formaler Onboarding- und Prüfprozess geht der Aufnahme voraus. Ein Präzedenzfall zeigt, wie das in der Praxis aussieht: Bereits heute können Unternehmenskundinnen und -kunden in Copilot in Excel Claude-Modelle von Anthropic für Bearbeitungs-Workflows wählen, sobald Anthropic im Microsoft-365-Admin-Center freigeschaltet ist. Wichtig für Verantwortliche: Laut Microsoft sind manche AI-Subprocessors standardmässig aktiviert, weshalb sich eine Prüfung des Status im eigenen Tenant lohnt, unabhängig von der neuen SpaceXAI-Einstellung.

Verfügbarkeit für Schweizer Firmen

Für win-x-Leserschaft ist ein Detail besonders relevant: Microsoft schliesst Frontier-Kundschaft in der Europäischen Union, der EFTA und dem Vereinigten Königreich während der Preview-Phase ausdrücklich von Grok in Copilot aus. Die Schweiz ist EFTA-Mitglied, Schweizer Firmen mit Zugang zum Frontier-Programm erhalten die neuen Modelle also vorerst nicht, unabhängig davon, ob sie die Admin-Einstellung aktivieren würden. Wann sich das ändert, nennt Microsoft im Blogbeitrag nicht; laut Unternehmen entscheidet das weitere Vorgehen über Rückmeldungen, Nutzungsmuster und Produkt-Fit aus der laufenden Preview. Firmen ausserhalb des Frontier-Programms sind von der Ankündigung ohnehin nicht direkt betroffen, da Grok vorerst nur in diesem begrenzten Kreis erscheint.

Was Schweizer KMU jetzt tun sollten

  • Prüfen, ob die eigene Organisation am Microsoft Frontier Programm teilnimmt, nur dort ist Grok in Copilot derzeit überhaupt ein Thema.
  • Die Admin-Einstellung für SpaceXAI-Modelle im Blick behalten: Sie ist standardmässig aus und bleibt es, bis die IT sie bewusst aktiviert.
  • Nicht mit einer sofortigen Verfügbarkeit in der Schweiz planen, da die EFTA-Zugehörigkeit den Zugriff während der Preview ausschliesst.
  • Den Status aller aktivierten AI-Subprocessors im eigenen Microsoft-365-Tenant periodisch prüfen, da manche davon standardmässig aktiviert sind.