Windows 11: Release-Preview-Build 26100.9539 zeigt nächstes optionales Update
Microsoft hat am 10. September 2026 die Windows-11-Release-Preview-Builds 26100.9539 und 26200.9539 veröffentlicht. Sie zeigen, was als nächstes im optionalen Update für Version 24H2 und 25H2 landet - vom File Explorer bis zum Kiosk-Modus.
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Was die Builds enthalten
Microsoft hat am 10. September 2026 im Windows Insider Programm die Builds 26100.9539 (für Version 24H2) und 26200.9539 (für Version 25H2) im Release-Preview-Kanal veröffentlicht. Der Release-Preview-Kanal nimmt im Windows-Servicing-Modell eine besondere Stellung ein: Während der monatliche Patch Tuesday jeweils am zweiten Dienstag ein verpflichtendes Sicherheitsupdate bringt, veröffentlicht Microsoft üblicherweise gegen Ende des Monats zusätzlich ein optionales, nicht sicherheitsrelevantes Vorschau-Update mit neuen Funktionen. Der Release-Preview-Kanal zeigt genau diese Funktionen vorab und weitgehend fertig getestet, bevor sie im optionalen Update landen und schliesslich - meist beim folgenden Patch Tuesday - fester Bestandteil des verpflichtenden Sicherheitsupdates werden. Wer die Builds testen will, kann ein Gerät gezielt für den Release-Preview-Kanal registrieren, ohne auf einen der volatileren Insider-Kanäle zu wechseln. Zu den Neuerungen in den aktuellen Builds gehören überarbeitete Funktionen im File Explorer, etwa ein Schalter, mit dem sich eine Warnung vor der HTML-Vorschau gezielt übergehen lässt, eine verbesserte Zuverlässigkeit bei Vorschaubildern für Cloud-Dateien sowie ein neu organisierter Detailbereich. Dazu kommen Unterstützung für den Emoji-Standard 17.0, eine überarbeitete Magnifier-Taskleiste mit neuen Symbolen, verbesserte Bluetooth-Verbindungen mit stabilerer Audioübertragung und besserer Mikrofon-Kompatibilität sowie neue Gesten für Touchpads, darunter einfingriges Scrollen und automatisches Scrollen. Bei der Personalisierung erlaubt Windows neu Diashows mit Hintergrundbildern über mehrere virtuelle Desktops sowie die Verwendung von DIB-Bilddateien als Hintergrund.
Relevant für Firmen-PCs
Für Unternehmensumgebungen sind vor allem drei Punkte relevant. Erstens erhält der Kiosk-Modus zusätzliche Einschränkungen: Bestimmte Tastenkombinationen lassen sich darin gezielt deaktivieren, sodass Nutzende an einem Kiosk-Gerät, etwa am Empfang, an einem Schalter oder in der Produktion, das System nicht über Tastenkürzel verlassen können. Zweitens bringt die Build eine neue Bedienungshilfe, mit der sich Programme automatisch maximiert öffnen lassen, sowie die Möglichkeit, die Copilot-Taste auf Tastaturen als rechte Strg-Taste oder als Kontextmenü-Taste umzubelegen - relevant für Firmen, die einheitliche Tastaturbelegungen vorschreiben oder die Copilot-Taste aus Richtlinien-Gründen anders nutzen wollen, ohne die Tastatur physisch zu tauschen. Drittens meldet Microsoft, dass die Funktion zur PC-zu-PC-Migration entfernt wird; für die Übertragung von Einstellungen und Daten auf ein neues Gerät verweist Microsoft neu auf Windows Backup. IT-Verantwortliche, die Migrationsprozesse für neue Geräte dokumentiert haben, sollten diese entsprechend anpassen. Ausserdem ändert sich die Verwaltung von Wiederherstellungsszenarien: WLAN-Profile werden bei einer Wiederherstellung automatisch wiederverwendet, sodass ein Gerät nach einer Wiederherstellung nicht erneut manuell mit dem Firmen-WLAN verbunden werden muss, und ein neues Wiederherstellungs-Plug-in erlaubt MDM-Anbietern, Wiederherstellungen aus der Ferne zu steuern - nützlich für Firmen, die Geräte zentral über ein MDM-System verwalten und Wiederherstellungen nicht vor Ort durchführen wollen.
Was Schweizer KMU jetzt tun sollten
- Prüfen, ob im Unternehmen Prozesse zur PC-zu-PC-Migration bestehen, und diese rechtzeitig auf Windows Backup umstellen.
- Den Release-Preview-Kanal auf ein bis zwei Testgeräten aktivieren, um die Änderungen vor der allgemeinen Verteilung im optionalen Update zu prüfen.
- MDM-Verantwortliche informieren, falls Remote-Wiederherstellung über ein Verwaltungssystem eingesetzt wird, damit das neue Plug-in berücksichtigt wird.
- Kiosk-Geräte mit den neuen Tastensperr-Optionen überprüfen, falls diese in Empfangs- oder Produktionsbereichen im Einsatz sind.
- Bei einheitlicher Tastaturpolitik prüfen, ob die neue Umbelegung der Copilot-Taste für die eigene Flotte sinnvoll ist.