Windows 11: Start und Taskbar rollen breiter aus, Cloud Rebuild bleibt Vorschau
Im September-Rückblick "Beyond the Build" zeigt Microsoft, welche Windows-11-Funktionen den Insider-Kanal verlassen: Start- und Taskbar-Verbesserungen laufen breiter, während Cloud Rebuild mit Fernsteuerung für IT-Admins und neue Kontextmenüs noch Vorschau sind.
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Start und Taskbar: Verbesserungen erreichen mehr Nutzer
In ihrem monatlichen Rückblick "Beyond the Build" vom 21. September beschreibt Microsoft, wie Insider-Feedback aus Meetups in Berlin, Köln und Prag in die Entwicklung einfliesst. Ein Ergebnis: Verbesserungen an Start und Taskbar, die Insider zuvor in Experimental-Builds getestet hatten, rollen laut Microsoft inzwischen breiter aus, also nicht mehr nur an eine kleine Testgruppe. Insider hatten vor allem eine spürbar bessere Systemreaktionsfähigkeit gemeldet und eine breitere Verteilung gefordert. Für Firmen-PCs mit Windows 11 heisst das: Nutzer könnten in den kommenden Wochen ein reaktionsschnelleres Start-Menü und eine flüssigere Taskbar bemerken, ohne dass die IT-Abteilung etwas konfigurieren muss.
Cloud Rebuild: Fernsteuerung für IT-Admins über Recovery CSP
Stärker Richtung Unternehmenseinsatz zielt eine Neuerung an "Cloud rebuild", der Wiederherstellungsoption, die einen Windows-11-PC per vollständiger Neuinstallation in einen sauberen Ausgangszustand zurückversetzt. Laut den Insider-Builds vom 18. September (Build 26340.9502, Experimental-Kanal) kann Cloud rebuild jetzt zusätzlich die Laufwerke des Geräts während des Neustarts bereinigen. Neu ist ausserdem, dass IT-Administratoren Cloud rebuild remote über die Recovery CSP konfigurieren und starten können, also aus der zentralen Geräteverwaltung heraus und ohne physischen Zugriff auf das Gerät. Das ist für IT-Verantwortliche relevant, die Geräte im Verlustfall, bei Malware-Befall oder vor einer Weitergabe zurücksetzen müssen. Die Funktion steckt jedoch noch im Experimental-Kanal des Insider-Programms und ist damit nicht für Produktivsysteme gedacht.
Was noch Vorschau ist
Weitere Änderungen aus den Builds vom 18. September betreffen vor allem Bedienungshilfen und stehen ebenfalls nur im Beta- oder Experimental-Kanal (Build 26220.9492 respektive 26340.9502): Der Mauszeiger-Indikator bekommt eine neue, ruhigere Animation und kann optional bis zum Drücken der Esc-Taste sichtbar bleiben; die Lupe erhält eine Kontrastdarstellung als blendärmere Alternative zur Farbinversion, die Fotos, Grafiken und Videos unverändert lässt. Ebenfalls nur Vorschau: ein überarbeitetes Kontextmenü im Explorer, dessen Design Microsoft nach eigenen Angaben zuerst in einer Feedback-Runde mit Insidern gezeigt hat, bevor es in Experimental-Builds auftauchte. Wann diese Funktionen in den Beta- oder Release-Kanal wechseln, nennt Microsoft nicht. Für die kommenden Wochen kündigt das Unternehmen zusätzliche frühe Feedback-Sessions zu Designkonzepten sowie mehr Transparenz darüber an, was gerade in Arbeit ist; am 15. Oktober findet dazu ein Community-Event in Brooklyn statt.
Was Schweizer KMU jetzt tun sollten
- Cloud rebuild mit Recovery-CSP-Fernsteuerung im Auge behalten, aber noch nicht einplanen: Die Funktion ist Experimental-Vorschau und noch nicht für den produktiven MDM-Einsatz gedacht.
- Keine Aktion nötig für den breiteren Rollout von Start- und Taskbar-Verbesserungen; die IT kann Nutzerfragen zu einer veränderten Reaktionszeit mit Verweis auf dieses Update beantworten.
- Kontextmenü-Redesign und die neuen Bedienungshilfen (Mauszeiger, Lupe) nicht ausserhalb einer Insider-Testgruppe auf Produktivgeräten aktivieren.
- Wer selbst am Windows Insider Program teilnimmt, sollte Beta- und Experimental-Builds strikt von Produktivsystemen fernhalten und Feedback über die vorgesehenen Kanäle einreichen.